Schulhaus Maihof, Luzern: Sanierung und Erweiterung / 2009-2013

Die generalplan 4 ag erhielt 2009 aufgrund eines Honorar-Submissionsverfahrens den Zuschlag für die Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Maihof in Luzern.

Das denkmalpflegerisch wertvolle Gebäude wurde in seiner Substanz saniert, von unsorgfältigen Eingriffen der letzten Jahrzehnte befreit und im Innenhof um einen Anbau erweitert. Die Haustechnik wurde generell erneuert. Für den Anbau wurde eine allseitig ablesbare Eigenständigkeit definiert, die dem Bestandbau verwandt bleibt und die Bereitschaft für den gemeinsamen Dialog offeriert. Der Schulbetrieb blieb während der Umbauzeit ausgelagert. Im Frühjahr 2013 konnte der der Unterricht im fertiggestellten Schulhaus nach einer Bauzeit von 1½ Jahren wieder aufgenommen werden.

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Das Schulhaus Maihof wurde 1906 in Betrieb genommen. Das Projekt wurde vom damaligen städtische Baudirektor und Architekt Othmar Schnyder geplant. Es handelt sich beim Maihof-Schulhaus um das erste Schulgebäude der Stadt in einem Aussenquartier. Dem renovationsbedürftigen Schulhaus fehlten zusätzliche Unterrichtsräume, Gruppenräume und zeitgemässe Flächen für die Lehrpersonenarbeit.

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Unser Erneuerungskonzept sah vor, den bestehenden Bau in seiner Struktur zu erhalten und restauratorisch zu sanieren. Notwendige Ergänzungsflächen wurden in einem Erweiterungsbau wurde als eigenständiger Körper in den Hof gestellt und enthält funktionsneutrale Gruppenräume, Bibliothek und Aula. Zwischen der Innenfassade des Neubaus und der weiterhin sichtbaren, früheren Innenhoffassade wurde ein längsrechteckiger Lichthof eingefügt. Dank einer Schrägverglasung erhalten die inneren Räume genügend Tageslicht. Die vollständige Erneuerung der Nasszellen ermöglichte den Einbau der notwendigen technischen Steigzonen, wodurch die übrigen Räume entlastet wurden.

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Die Sanierung hatte das Ziel, den Wert des historisch bedeutenden Baus herauszuarbeiten und sichtbar zu machen. Historisch wertvolle Bauteile wurden restauriert und in die Gestaltung einbezogen. Die Gebäudestruktur blieb erhalten, die Nutzung wurde jedoch optimiert und die Haustechnik erneuert.

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Die Decken des Schulhauses Maihof wurden 1906 mit vorgefertigten Beton-Hohlkörper-Elementen nach dem System «Siegwart» gebaut. Dieses damals kostengünstige Bausystem begrenzte beim Umbau den Spielraum für notwendige Durchbrüche. Die Konstruktion wurde durch den Abbruch der untergehängten Gipsdecken entlastet. Dies ermöglichte zusätzliche akustische Massnahmen und statische Ergänzungen zur Erreichung der Erdbebensicherheit. Die grösste Herausforderung stellte der Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung dar. Teilweise konnte dabei das bestehende Lüftungs-System reaktiviert werden. Auf den Dächern konnte eine Photovoltaik-Anlage mit 16 kW Leistung installiert werden. Dank der neuen Haustechnik und vielen kleinen Massnahmen an der Gebäudehülle konnte bei der Sanierung der Minergie-Standard erreicht werden, ohne den denkmalpflegerischen Wert des Gebäudes zu beeinträchtigen.

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Eine gemeinsame Unternehmung der GMT Architekten AG und peba Architekten AG Luzern