Gst S Unterkunftsgebäude / 2003 - 2004

Umnutzung und denkmalpflegerische Sanierung

Die Nutzungsanalyse ergab, dass sich die Struktur des alten Zeughauses am besten für den Einbau der Unterkunftsräume eignet. Trotz des Einbaus vieler neuer Räume sollte jedoch die bestehende Konstruktion soweit wie möglich erhalten und unter denkmalpflegerischen Aspekten saniert werden.

Im 1874 errichteten Zeughaus mit seinen massiven Aussenmauern und einem inneren Holztragwerk wurden 158 Betten in Vierer-, Dreier-, Zweier- und Einzelzimmern eingebaut. Alle Einzelzimmer verfügen über eine eigene Nasszelle. Mit den als Kuben gestalteten Ausweitungen der Zimmer gelingt es, die geforderten Zimmergrössen zu realisieren, ohne die bestehende Baustruktur zu zerstören. Die konstruktive Trennung von historischer Bausubstanz und zeitgenössischen Eingriffen wird dadurch hervorgehoben und bildet spannende Kontraste. Als neues Material kamen für die Einbauten durchgefärbte, zementgebundenen Spanplatten in rot und grün zum Einsatz. Formal nehmen die farbiger Behälter Bezug auf die frühere Nutzung als Lagerhaus.

Das imposante Holztragwerk konnte erhalten werden. Optisch mit der durchgehenden Firstverglasung hervorgehoben prägt es den lichtdurchfluteten, zweigeschossigen Erschliessungsbereich. Nebst der Erschliessungshalle werden so auch die Zimmer mit genügend Tageslicht versorgt. Dadurch konnte die Fassade originalgetreu erhalten werden.

Projektdaten

1999 Wettbewerb
1999 - 2001 Planung
2003 - 2004 Ausführung Unterkunftsgebäude
2005 - 2007 Ausführung Ausbildungsgebäude
2006 - 2007 Ausführung Aussenraumgestaltung
2007 Ausführung Kantine

Bauherrschaft
Schweizerische Eidgenossenschaft, vertreten durch armasuisse Immobilien


Eine gemeinsame Unternehmung der GMT Architekten AG und peba Architekten AG Luzern